Die neue ISO 14001:2026 wird morgen veröffentlicht; die Anforderungen an das Umweltmanagementsystem wurden maßgeblich weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf zwei wesentlichen Neuerungen, die Organisationen künftig noch stärker in die Verantwortung nehmen.
Zum einen rückt die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus deutlich expliziter in den Mittelpunkt. Die ganzheitliche Sichtweise umfasst nicht mehr vorrangig Herstellung und Nutzung, sondern expliziter als bislang auch die Produktentwicklung, -wartung und -reparaturen bis hin zur Entsorgung. Zentrale Fragestellungen sind dabei unter anderem:
- Woher stammt die eingesetzte Energie?
- Welche Umweltauswirkungen entstehen entlang der Lieferkette?
- Was geschieht mit den Produkten nach der Auslieferung?
- Wie werden Verschrottung, Recycling und der Umgang mit Verbundstoffen berücksichtigt?
Zum anderen kann erwartet werden, dass die Norm den Weg weiter ebnen wird, den CO₂-Fußabdruck eines Produktes zukünftig immer genauer zu ermitteln. Die systematische Erfassung und Bewertung von Treibhausgasemissionen wird wahrscheinlich zu einem zentralen Bestandteil des Umweltmanagements werden. Während diese Transparenz bereits heute von vielen Kundinnen und Kunden eingefordert wird, ist absehbar, dass die Norm nachzieht – in der kommenden oder darauffolgenden Fassung.
Die revidierte ISO 14001 wird Organisationen dabei unterstützen, ökologische Verantwortung strategisch und nachhaltig in ihre Prozesse zu integrieren.
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