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Die neue ISO 14001:2026 wird morgen veröffentlicht; die Anforderungen an das Umweltmanagementsystem wurden maßgeblich weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf zwei wesentlichen Neuerungen, die Organisationen künftig noch stärker in die Verantwortung nehmen.

Zum einen rückt die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus deutlich expliziter in den Mittelpunkt. Die ganzheitliche Sichtweise umfasst nicht mehr vorrangig Herstellung und Nutzung, sondern expliziter als bislang auch die Produktentwicklung, -wartung und -reparaturen bis hin zur Entsorgung. Zentrale Fragestellungen sind dabei unter anderem:

  • Woher stammt die eingesetzte Energie?
  • Welche Umweltauswirkungen entstehen entlang der Lieferkette?
  • Was geschieht mit den Produkten nach der Auslieferung?
  • Wie werden Verschrottung, Recycling und der Umgang mit Verbundstoffen berücksichtigt?

Zum anderen kann erwartet werden, dass die Norm den Weg weiter ebnen wird, den CO₂-Fußabdruck eines Produktes zukünftig immer genauer zu ermitteln. Die systematische Erfassung und Bewertung von Treibhausgasemissionen wird wahrscheinlich zu einem zentralen Bestandteil des Umweltmanagements werden. Während diese Transparenz bereits heute von vielen Kundinnen und Kunden eingefordert wird, ist absehbar, dass die Norm nachzieht – in der kommenden oder darauffolgenden Fassung.

Die revidierte ISO 14001 wird Organisationen dabei unterstützen, ökologische Verantwortung strategisch und nachhaltig in ihre Prozesse zu integrieren.

Weitere Informationen zur ISO 14001 finden Sie hier.

Im April 2020 erschien mit einiger Verzögerung der revisionierte „Rotband“ VDA Band 2. Drei Jahre später haben viele Organisationen noch nicht darauf reagiert, obwohl es keine Übergangsfrist gibt, die neue Revision ist seit dem Erscheinen gültig.

Der VDA Band 2 legt die Anforderungen an die Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF) in der Automobilindustrie fest. Nach der bereits Mitte 2019 veröffentlichten Gelbband-Phase wurde nun die große Revision des VDA Band 2, 6. überarbeitete Auflage, April 2020, veröffentlicht.

Es gibt zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Ein großes Ziel ist die Betonung der Verantwortung über die gesamte Lieferkette für die Nachweisführung eines PPF-Verfahrens.

Freuen Sie sich auf ein demnächst hier erscheinendes, ausführliches Interview zu den Änderungen der Revision mit Herrn Wolfgang Rhein, Gründer und Geschäftsführer der Rhein S.Q.M. GmbH. Inhouse- oder Online-Schulungen bieten wir auf Anfrage bereits jetzt an.

Unsere weiterführenden Informationen zum Thema VDA Band 2 / PPAP:

QM-Tools: VDA Band 2 / PPAP

VDA-Band-2-Seminare / PPAP-Seminare

Die ISO/TS 22163 hat im Mai 2017 den Bahnstandard IRIS beerbt, der bis dato als privatwirtschaftliches Regelwerk die bahnspezifischen Anforderungen an Business- und Qualitätsmanagement-Systeme formulierte. Damit wurde der Bahnstandard quasi geadelt und seine internationale Akzeptanz bestätigt.
Wolfgang Rhein, Gründer und Geschäftsführer der Organisations- und Qualitätsmanagementberatung Rhein S.Q.M. GmbH, hält spätestens seit dem schrecklichen ICE-Unfall von Eschede, der über 100 Menschen das Leben gekostet hat, alle Maßnahmen für unabdingbar, die die Wahrscheinlichkeit für derartige Vorkommnisse reduzieren.