Sie sind hier: Homepage » Leistungsportfolio » QM-Zertifizierungen und Normen » VDA 6.1 » VDA 6.1: Fragen und Antworten
VDA 6.1 – Fragen und Antworten
Wie teuer ist eine Zertifizierung nach VDA 6.1?
Die Kosten für eine Zertifizierung nach VDA-Band 6 Teil 01 variieren – wie auch bei IATF 16949 – sehr stark und sind hauptsächlich abhängig von der Größe der zu zertifizierenden Organisation und der Anzahl sowie Komplexität der Prozesse und Produkte, insbesondere wenn diese eine hohe Safety- oder regulatorische Relevanz haben und in diesem Fall zusätzlich der VDA-Band Besondere Merkmale (BM) zur Anwendung kommt. Die akkreditierte Zertifizierung nach ISO 9001 ist Voraussetzung zur Durchführung von Zertifizierungsverfahren nach VDA 6.1. Sofern deren Anforderungen wirksam erfüllt sind, liegen die Kosten für die Implementierung von und Zertifizierung nach VDA-Band 6 Teil 01 zwischen einem niedrigen bis mittleren fünfstelligen Euro-Betrag.
Sind Unternehmen zu einer Zertifizierung nach VDA 6.1 verpflichtet?
Unternehmen der Automobilzulieferbranche sind zumeist über die „kundenspezifischen Anforderungen“ (CSR = Customer Specific Requirements) der Hersteller (OEM = Original Equipment Manufacturer) oder deren Direktlieferanten (Tier 1) zur Zertifizierung nach VDA-Band 6 Teil 01 oder alternativ nach IATF 16949 verpflichtet. Ein Ausnahmefall ist hierbei regulatorischer Natur: Die EU-Verordnung 2018/858 verlangt von Automobilherstellern die Zertifizierung nach ISO 9001 oder ISO/TS 16949, wobei sicher interpretiert werden darf, dass hiermit IATF 16949 gemeint ist. In der gelebten Praxis wird behördenseitig bzw. seitens der technischen Dienste in wahrscheinlich allen Fällen auch VDA 6.1 als Alternative zur IATF 16949 anerkannt.
Verbessert VDA 6.1 die Produktqualität?
Ja und Nein: VDA-Band 6 Teil 01 ist ein Qualitätsmanagement-Systemaudit-Standard. Seine konsequente Anwendung kann nachweislich zur Produktqualität beitragen. Aber die Produktqualität wird durch die Anwendung des Standards nicht garantiert.
Häufige Problemstellungen bei der Vorbereitung einer Zertifizierung nach VDA 6.1
Die Problemstellungen bei der Vorbereitung einer VDA-6.1-Zertifizierung nahezu dieselben wie bei IATF 16949, d.h. vor allem vielfältig, da der Standard selbst bereits zahlreiche Anforderungen beinhaltet und zusätzlich die wirksame Umsetzung von Automotive Core Tools und VDA-Bänden (z.B. VDA-Band Reifegradabsicherung, D-FMEA und/oder P-FMEA, Messunsicherheitsermittlung nach VDA-Band 5 ff., SPC, VDA-Band 2, Problemlösungsmethoden nach 8D, uvm.) fordert. Der Standard ist damit vergleichbar komplex mit IATF 16949, EN 9100, ISO 13485 oder ISO/IEC 17025. Die häufigsten Probleme liegen in der konsequenten Umsetzung der Automotive Core Tools und anwendbaren VDA-Bände sowie in den zahlreichen detaillierten Anforderungen selbst.
Was sind die häufigsten Auditabweichungen bei VDA 6.1?
Die häufigsten Auditabweichungen bei VDA-6.1-Audits werden in den Themenkomplexen Problemlösung, Nichtkonformitäten und wirksame Korrekturmaßnahmen (vgl. ISO 9000), konsequente und nachweisliche Umsetzung der kundenspezifischen Anforderungen (CSR), Details in Produktionslenkungsplänen sowie in komplexen FMEAs, im Reifegrad- und Projektmanagement, bei der Ermittlung der Prüfprozessfähigkeiten, Umsetzung der anzuwendenden weiteren VDA-Bände, im Kalibrier- und Prüflaborwesen sowie im Lieferantenmanagement festgestellt.
Kontaktieren Sie uns bei allen Fragen zu diesem Thema!

